Büchereck Niendorf in Hamburg

 

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Es gibt Buchhändler, denen ihr Beruf im Blut liegt und für die eigentlich, wenn man es recht bedenkt, kein anderer in Frage kommt. Christiane Hoffmeister ist so eine. Und es gibt Buchhandlungen, in der man die Literaturleidenschaft förmlich mit Händen greifen kann. Das Büchereck Niendorf in Hamburg ist so eine. Seit 26 Jahren führt Christiane Hoffmeister ihren Laden schon und sie bleibt, trotz all der Jahre und der nicht zu verleugnenden Wandlungen der Branche, offen für Neues. Wo manche Buchhandlungen sich, vom Zeitgeist überrollt, hilflos dem Gestrigen zuwenden, findet das Büchereck Niendorf eine sehr sympathische Balance zwischen Tradition und Innovation.

Zum 25-jährigen Jubiläum wurde umgebaut, gepinselt und gehämmert, um die Ladenfläche auf 140 m² zu vergrößern. Dort findet der Lesebegeisterte allerlei Belletristik, Neues wie Klassisches, Reiseführer, Kinderbücher und E-Books sowie Unverzichtbares wie Lesezeichen und buchaffine Geschenkartikel. Einzig Plüschtiere, Kaffeetassen und dergleichen sucht man vergebens. Höchstwahrscheinlich vermisst man es aber auch keine Sekunde, ein zu breites Non-Book-Sortiment kann schließlich den schönsten Laden verwässern. Im Büchereck geht es um Bücher – das soll man auch sehen!

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Das Team Büchereck besteht mittlerweile aus drei engagierten Mitarbeitern, im August kommt der erste Azubi. Trotz ihren Buchhändlereltern wollte Christiane Hoffmeister zunächst eigentlich etwas ganz Anderes machen, begann zu studieren – und doch zog es sie wieder in die Umarmung des Buchhandels. Heute, sagt sie, kann sie sich nichts anderes mehr vorstellen. Im Büchereck finden regelmäßig Lesungen und Buchpräsentationen statt, aber auch zum Kinoabend, Buchflohmarkt oder – in den winterlichen Monaten – Weihnachtswichteln wird gelegentlich geladen. Der Laden ist eine Begegnungsstätte, in der nicht nur lieblos Bücher über den Tresen gehen, sondern dazu eingeladen wird, Kultur gemeinsam zu erleben. Das bindet aneinander.

Aber nicht nur in der Buchhandlung selbst feiert man die Literatur, dank Christiane Hoffmeister und dem Literaturhaus Hamburg wird es dieses Jahr zum ersten Mal eine Lange Nacht der Literatur geben. In Städten wie Berlin hat sich das Konzept bereits durchgesetzt, nun hat es auch den Sprung in den hohen Norden geschafft. 21 literarische Orte in der Stadt öffnen an diesem Abend ihre Pforten, darunter natürlich auch das Büchereck Niendorf mit einer Lesung mit Marion Brasch, für Lesungen, Diskussionsrunden, Poetryslams und Buchpräsentationen. Das Büchereck ist Anlaufpunkt und ein mehr als überzeugender Grund, weshalb es auch den stationären Buchhandel weiter geben muss. Er belebt die kulturelle Landschaft einer Stadt, er stößt Initiativen an, nimmt sie auf, entwickelt sie weiter. Über Social Media Kanäle ist das Büchereck überdies hervorragend mit seinen Kunden – und Freunden – vernetzt, es lohnt sich, auch als Nicht-Hamburger mal reinzuschauen, auf der Homepage gibt es regelmäßig aktualisierte Buchtipps. Sollte man aber doch mal die Hamburger Stadtgrenze passieren, schlage man den Weg nach Niendorf ein und setze sich ins Büchereck. Man wird es nicht bereuen.

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Büchereck Niendorf Nord
Nordalbinger Weg 15
22455 Hamburg

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